El Salvador stärkt seine Cybersicherheitsarchitektur und verbessert die Rahmenbedingungen für Unternehmen
- IT DHK

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El Salvador hat in den vergangenen Jahren wesentliche Fortschritte im Bereich der Cybersicherheit erzielt. Ein aktueller Bericht des Banco Interamericano de Desarrollo (BID) bestätigt den Ausbau rechtlicher und institutioneller Strukturen, die für Unternehmen mit digitalen Geschäftsmodellen, sensiblen Daten oder internationalen Wertschöpfungsketten zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Laut einem regionalen Bericht des BID, veröffentlicht im Dezember, hat El Salvador „wichtige Maßnahmen“ zur Stärkung seiner Cybersicherheitskapazitäten umgesetzt. Die Studie bewertet den Reifegrad der Cybersicherheit in 30 Ländern und wurde gemeinsam mit dem Global Cyber Security Capacity Centre der Universität Oxford auf Basis von Daten der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) erstellt. Im Fokus stehen gesetzliche und institutionelle Entwicklungen im Zeitraum von 2020 bis 2025.
Ein zentraler Fortschritt ist die Verankerung der Cybersicherheit als strategische Säule der Digitalen Agenda 2020–2030. Diese Agenda zielt darauf ab, staatliche und private Akteure in den Aufbau eines sicheren digitalen Umfelds einzubinden und so Digitalisierung, Innovation und wirtschaftliche Entwicklung zu unterstützen.
Der Bericht hebt insbesondere die Verabschiedung des Gesetzes zur Cybersicherheit und Informationssicherheit im Jahr 2024 hervor. Mit diesem Gesetz wurde die staatliche Cybersicherheitsagentur (Agencia de Ciberseguridad del Estado – ACE) geschaffen, die für die Umsetzung öffentlicher Sicherheitsrichtlinien sowie für die Verwaltung eines nationalen Registers zu Cyberbedrohungen zuständig ist.
Darüber hinaus verweist der BID auf den Aufbau von Security Operations Centers (SOC) zur Prävention, Erkennung und Reaktion auf Cybervorfälle in sensiblen und strategischen Sektoren. Bereits 2023 etablierte El Salvador als erstes Land in Mittelamerika ein spezialisiertes SOC für den Finanzsektor – ein Schritt zur Absicherung kritischer Infrastrukturen und zur Stabilisierung des Finanzsystems.
Kompetenzaufbau und internationale Kooperation
Trotz dieser Fortschritte identifiziert der Bericht weiterhin Herausforderungen im Bereich digitaler Kompetenzen. Gleichzeitig werden Fortschritte in der Sensibilisierung hervorgehoben: Eine landesweite Kampagne zur Cybersicherheit erreichte 2023 rund 500.000 Personen und ging mit einem Anstieg der gemeldeten Cyberbetrugsfälle um 30 % einher.
Auf Unternehmensebene wurden 2024 Schulungsprogramme für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ausgeweitet. Laut BID nahmen mehr als 1.200 Unternehmen teil, von denen rund 85 % grundlegende Cybersicherheitsmaßnahmen implementierten. Ergänzt werden diese Initiativen durch internationale Partnerschaften, unter anderem im Rahmen der Digitalen Allianz EU–Lateinamerika und Karibik sowie durch Programme zur Ausbildung von Fachkräften im Bereich Cybersicherheit.
Für deutsche Unternehmen, die in El Salvador tätig sind oder entsprechende Investitionen prüfen, tragen diese Entwicklungen zu mehr regulatorischer Vorhersehbarkeit und institutioneller Stabilität im digitalen Umfeld bei. Besonders relevant sind die gleichzeitige Einführung des Cybersicherheitsgesetzes und des Gesetzes zum Schutz personenbezogener Daten (2024), die den Umgang mit sensiblen Informationen und digitalen Prozessen klarer regeln.
In diesem Kontext verfolgt die Deutsch-Salvadorianische Handelskammer (DSHK) die regulatorischen und technologischen Entwicklungen kontinuierlich, um Unternehmen über Rahmenbedingungen, Risiken und Trends im digitalen Umfeld zu informieren.
Quelle
Banco Interamericano de Desarrollo (BID), Regionaler Bericht zur Cybersicherheitsreife, Dezember 2024s ausgerichteter digitaler Umgebungen.











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