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Zollfreier Zugang zum US-Markt: El Salvador positioniert sich neu für internationale Investoren



Bildquelle:  X / @Nayib Bukele


Am 29. Januar 2026 unterzeichneten die Vereinigten Staaten und El Salvador ein wegweisendes reziprokes Handelsabkommen, das den 10-%-Zoll auf salvadorianische Exporte in den US-Markt abschafft und damit die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern deutlich vertieft. Präsident Nayib Bukele bezeichnete den Vertrag als den „ersten seiner Art im gesamten westlichen Hemisphärenraum.

Das Abkommen, das vom US-Handelsvertreter Jamieson Greer und der salvadorianischen Wirtschaftsministerin María Luisa Hayem unterschrieben wurde, zielt darauf ab, nicht nur Zölle zu beseitigen, sondern auch regulatorische Hindernisse abzubauen. Dazu gehören unter anderem die Anerkennung von US-Standards bei Sicherheitstests für Fahrzeuge, Emissionen sowie die Akzeptanz von FDA-Zertifikaten für medizinische Geräte und Pharmazeutika. Im Gegenzug öffnet die USA den Zugang für salvadorianische Produkte, die nicht in ausreichender Menge auf dem heimischen Markt produziert werden.


Für deutsche und europäische Investoren eröffnet dieser Schritt mehrere strategische Vorteile:


  • Verbesserter Marktzugang: Durch die Abschaffung des 10-%-Zolls können salvadorianische Exporte preislich konkurrenzfähiger auf dem US-Markt angeboten werden. Dies betrifft besonders Textilien, Bekleidung, Agrarprodukte und verarbeitete Waren – Segmente, in denen El Salvador bereits über eine Produktionsbasis verfügt.

  • Integration in Lieferketten: Die Neuausrichtung des Handelsrahmens stärkt regionale Wertschöpfungsketten in Zentralamerika und bietet deutschen Unternehmen die Möglichkeit, Produktions- und Logistiknetzwerke dort auszubauen. Dies wird durch bestehende Abkommen wie CAFTA-DR unterstützt, das bereits einen bedeutenden Zollabbau zwischen El Salvador, den USA und anderen mittelamerikanischen Staaten vorsieht.

  • Regulatorische Harmonisierung: Die Vereinfachung von Zertifizierungsprozessen und regulatorischen Anforderungen kann Zeit- und Kosteneinsparungen für exportorientierte Investitionen bedeuten – ein Faktor, der für Unternehmen aus stark regulierten Branchen, etwa Medizintechnik oder Automobilzulieferung, besonders relevant ist.

  • Stärkung des Investitionsklimas: Internationale Wirtschaftsverbände und lokale Industrievertretungen bewerten das Abkommen als Signal für politische Stabilität und wirtschaftliche Integration. Dies schafft Vertrauen und kann Fremdkapital anziehen, insbesondere in Export- und Fertigungssektoren mit globaler Nachfrage.


Das neue Abkommen baut auf einem früheren Rahmenvertrag auf, der im November 2025 vereinbart wurde und die Grundlage für tiefere wirtschaftliche Kooperationen legte. Es spiegelt ein wachsendes Engagement El Salvadors wider, seine Wirtschaft zu diversifizieren, den Handel mit strategischen Partnern zu stärken und Direktinvestitionen anzuziehen.


Für deutsche Investoren kann El Salvador damit zu einem interessanten Brückenkopf für den Zugang zum US-Markt werden, insbesondere für Unternehmen, die von globalen Lieferketten, Wettbewerbsvorteilen durch Zollfreiheit und regionaler Produktionsvernetzung profitieren wollen.


QUELLE: Minec, Secretaria de Prensa, internationale und salvadorianische Medienberichte

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