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Lateinamerikanische Entwicklungsbank: Chancen, Herausforderungen und strategische Maßnahmen in Mittelamerika

Nachhaltige Entwicklung als Schlüssel

Im Jahr 2024 rückt Mittelamerika laut Sergio Díaz-Granados, dem Präsidenten der Lateinamerikanischen Entwicklungsbank (CAF - Banco de Desarrollo de América Latina y el Caribe), verstärkt in den Fokus von Investoren. In einem Interview mit Forbes Centroamérica betont er die Notwendigkeit, vermehrt Investitionen anzuziehen, um die wirtschaftliche Erholung der Region voranzutreiben. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Übergang zu nachhaltigen, grünen Energien. Zudem zeichnet sich Mittelamerika durch seine beeindruckende Biodiversität aus, die etwa 8% der weltweiten Artenvielfalt umfasst. Diese Tatsache positioniert die Region als äußerst attraktives ökologisches Reiseziel. Die geografische Lage eröffnet zusätzlich die Möglichkeit für einen verstärkten Ausbau von Nearshoring-Prozessen, die wirtschaftliches und soziales Wachstum fördern, basierend auf der strategisch günstigen geografischen Position.



Politische Maßnahmen zur Unterstützung der Entwicklung

Díaz-Granados unterstreicht die ganzheitliche Vision von Entwicklung, die den natürlichen Reichtum, die digitale Transformation und die Reduzierung sozialer Ungleichheiten einschließt. Die geografische Lage Mittelamerikas zwischen Südamerika und Mexiko sowie sein reiches Humankapital machen es zu einem strategischen Zentrum für globale Logistik. Um diese Entwicklung zu unterstützen, fordert der CAF-Präsident politische Maßnahmen, die sowohl die öffentliche als auch die private Investition stimulieren, die Entwicklung von Produktions- und Technologiefähigkeiten fördern und eine Transformation zu dynamischeren und anspruchsvolleren Wirtschaftszweigen ermöglichen. Die regionale und globale Integration spielt dabei eine Schlüsselrolle.


Herausforderungen für Panama und Guatemala, positive Entwicklung in El Salvador

Der CAF-Bericht prognostiziert für Panama wirtschaftliche Herausforderungen aufgrund von sozialen Protesten und Umweltauswirkungen. Im Gegensatz dazu verzeichnet El Salvador positive Entwicklungen, gestützt durch starke Remittanzen und Verbesserungen in Schlüsselsektoren. In beiden (dollarisierten) Volkswirtschaften wird die Inflation maßgeblich von internationalen Preisen beeinflusst, wobei eine weltweite Abschwächung der Inflation in beiden Fällen positiv wirken könnte. In El Salvador wird eine Inflation von 2,3 % im Jahr 2023 und 1,9 % im Jahr 2024 erwartet. Für Panama wird ein Rückgang von 2,1% auf 1,0% bis Ende 2024 erwartet. Allerdings bleiben Gefahren durch soziale Entwicklungen und Dürre weiterhin bestehen. Guatemala hingegen sieht sich mit einer beschleunigten Inflationsrate konfrontiert, die eine geldpolitische Reaktion zur Zinsanhebung zur Folge haben könnte.


Fokus auf Energien, digitale Transformation und Logistik

Die CAF konzentriert sich darauf, Energien, digitale Transformation, Konnektivität und Logistik zu fördern, um den Handel zu stärken. Die Integration von Energie und Digitalisierung mit Südamerika ist wichtig, ebenso wie die Modernisierung der nationalen Stromübertragungs- und Verteilungssysteme. Ein weiteres Ziel ist zudem die Förderung der logistischen Entwicklung, um das Potenzial als Verbindung zwischen den Amerikas und dem Atlantik sowie Pazifik zu nutzen.



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