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El Salvador belebt Freihandelszonen – Neue Chancen für Investoren



El Salvador verfügt derzeit über 17 Freihandelszonen mit mehr als 150 Unternehmen. Nach 17 Jahren Stillstand wurden zwei neue Zonen genehmigt, vier weitere sind in Planung. Mit Projekten wie der flughafenbasierten Zone AirCity (Investition ~250 Mio. USD) entstehen neue Chancen für Investoren – insbesondere in Logistik, Luftfahrt, E-Commerce und Industrie 4.0.

El Salvador verfügt derzeit über 17 Freihandelszonen, in denen mehr als 150 exportorientierte Unternehmen tätig sind. Nach 17 Jahren ohne Neugründungen hat das Land in den letzten zwölf Monaten zwei neue Standorte genehmigt, weitere vier befinden sich im Genehmigungsverfahren.


Wirtschaftsministerin María Luisa Hayem betonte, dass insgesamt fünf Projekte in verschiedenen Phasen der Planung oder Umsetzung seien – verteilt auf die Ostregion, Nejapa im Zentrum, Santa Ana im Westen sowie im Umfeld des internationalen Flughafens. Ziel ist es, die wirtschaftliche Entwicklung breiter regional zu verankern und nicht allein auf den Großraum San Salvador zu konzentrieren.


Großprojekt AirCity: Flughafenbasierte Freihandelszone

Ein besonderes Signal für Investoren ist AirCity, die erste flughafenbasierte Freihandelszone des Landes und zugleich der Region. Das Projekt von Aristos Inmobiliaria, mit einem Gesamtvolumen von rund 250 Mio. USD, startete 2025 mit den ersten Bauarbeiten. Auf einer Fläche von über 532.000 m² sollen künftig Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Logistik, Luftfahrt, E-Commerce und Kühlketten moderne Flächen vorfinden.


Investitionsvolumen und Flächenangebot

Laut offiziellen Angaben beläuft sich die jüngste Investitionssumme auf 88,3 Mio. USD, zusätzlich zu bereits geplanten Großprojekten. Insgesamt stehen in den bestehenden Freihandelszonen rund 823.000 m² Industriefläche zur Verfügung, davon ca. 244.000 m² sofort nutzbar für neue Investoren. Auch 89.000 m² neue Dachflächen für Produktion und Logistik wurden in den letzten Jahren genehmigt.


Internationales Interesse und Branchentrends

Besonders aktiv zeigen sich salvadorianische und honduranische Investoren, aber auch Kapital aus Kolumbien und Panama ist bereits involviert. Parallel dazu verschiebt sich der Branchenschwerpunkt: Neben Textil und Agrar rücken Elektronik, Komponentenfertigung und High-Tech-Produktion stärker in den Fokus. Diese Entwicklung steht im Einklang mit dem globalen Trend zum Nearshoring und zur Verkürzung von Lieferketten.


Chancen für deutsche Unternehmen

Für deutsche Unternehmen ergeben sich vielfältige Anknüpfungspunkte:

  • Logistik & Infrastruktur: Beteiligung an Großprojekten wie AirCity sowie an regionalen Logistiklösungen.

  • Industrie 4.0 & Elektronik: Aufbau exportorientierter Produktion mit steuerlichen Vorteilen.

  • Luftfahrt & Kühlketten: Investitionen in MRO (Maintenance, Repair & Overhaul), E-Commerce-Logistik und temperaturgeführte Supply Chains.

  • Green Logistics: Einführung nachhaltiger Technologien im Transport- und Lagerwesen.


Mit diesen Projekten positioniert sich El Salvador zunehmend als strategischer Nearshoring-Standort in Mittelamerika. Die Kombination aus steuerlichen Sonderregimen, wachsendem Flächenangebot und neuen Leuchtturmprojekten wie AirCity macht das Land für internationale Investoren – und besonders für deutsche Unternehmen – zu einem attraktiven Zielmarkt.


Quelle: AHK, MINEC

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